Digitalisierung im Gesundheitswesen

Digitalisierung im Gesundheitswesen

In principa by teamprincipa

Electronic Health: Digitale Gesundheit voranbringen


Das Gesundheitswesen digitalisieren?

Die Digitalisierung ist ein kontinuierlich fortschreitender Prozess, der sich auf immer mehr Bereiche des täglichen Lebens ausweitet. Auch das Gesundheitswesen wird zunehmend von der Digitalisierung und damit einhergehenden neuen Lösungen, aber auch Herausforderungen beeinflusst.  
Im folgenden Artikel werden wir Ihnen den Status quo der digitalen Transformation aufzeigen, sowie daraus folgende Chancen und Risiken der E-Health genauer beleuchten. Wir werfen außerdem einen Blick in die Zukunft, wohin die Reise im Bereich Digitalisierung im Gesundheitssystem gehen könnte, beziehungsweise was uns dahingehend erwarten wird 


Was bedeutet die Digitalisierung im Gesundheitswesen überhaupt?


Digitale Transformation? Unbedingt!  

Sämtliche digitale Technologien, die für die Erhebung, Verarbeitung, Übertragung und Bereitstellung hochsensibler (Patienten-) Daten, beziehungsweise Informationen, elektronisch eingesetzt werden, werden zusammenfassend mit dem Begriff E-Health deklariert, welcher schlussendlich unseren Gesundheitssektor erheblich modernisieren soll. Dahinter verstecken sich jedoch nicht nur diverse Technologien, sondern auch zahlreiche Anwendungen, die den Arztalltag erleichtern.   


Gut zu wissen: Oftmals fällt in Bezug eHealth auch der Begriff Telemedizin, wobei dieser auf die direkte Versorgung im medizinischen Bereich via digitaler Medien (Videosprechstunde) zielt.


3 Top E-Health Vorteile

Allem voran ergeben sich diese drei Vorteile aus E-Health Anwendungen: 

  • Prozesse können erheblich optimiert werden
  • Die Wirtschaftlichkeit kann enorm gesteigert werden
  • Und die allgemeine Qualität der Versorgung kann enorm verbessert werden 

e für elektronisch!


Die elektronische Übermittlung von Daten sorgt dafür, dass bereits bestehende Formate und Normen durch ein zusätzliches kleines e sofort zu erkennen sind. Dadurch bilden sich Abkürzungen, wie zum Beispiel: 

  • eGK (elektronische Gesundheitskarte) 
  • ePA (elektronische Patientenakte) 
  • eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) 
  • eMP (elektronischer Medikationsplan) 
  • eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) 
  • eRezept (elektronisches Rezept) 
  • eArztbrief (elektronischer Arztbrief)  
  • eImpfpass (elektronischer Impfpass) 

      Diese Abkürzungen machen sofort sichtbar, dass es sich hierbei um die elektronische, statt der analogen, bisher klassisch-bekannten Methode handelt.  



      Wichtig: Für alle E-Health Anwendungen bedarf es Ihrer aktiven Beauftragung, sofern Sie diese Funktionen verwenden möchten. Nichts geschieht ohne Ihre Zustimmung!


      E-Health Anwendungen: App, Termin buchen, Sprechstunde


      Online einen Arzttermin buchen oder an einer online Videosprechstunde teilnehmen? Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr.  

      Allem voran durch die Corona Pandemie erlebte die online Terminierung und online Videosprechstunde einen gewaltigen Boost. Die Nachfrage nach solchen Lösungen war und ist enorm hoch, die Tendenz dazu ist weiterhin steigend. 

      Auch die Nachfrage nach einer  App für Patienten schoss förmlich in die Höhe. Der wohl größte Vorteil solcher Apps liegt in der Benutzerfreundlichkeit. Durch diese einfache Bedienbarkeit ist es selbst für Menschen im besten Alter möglich, beispielsweise einen Termin beim Arzt zu buchen, einen Fragebogen vorab auszufüllen (zum Beispiel aktueller Anamnesebogen) sowie Dokumente und Bilder einzusehen oder gar in die App hochzuladen.  



      Sprechen Sie uns an!

      Im Rahmen unseres principa self-service bieten wir diese Lösungen bereits an. Kommen Sie jetzt in Kontakt mit uns und lassen Sie sich durch eine Live-Präsentation überzeugen.

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        E-Health Gesetz als Beschleuniger für die Digitalisierung


          Mit dem obersten Ziel, eine verbesserte Versorgung der Patienten zu gewährleisten, wurde das sogenannte Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen, sowie zur Änderung weiterer Gesetze, kurz E-Health-Gesetz, am 21. Dezember 2015 erlassen, wodurch das erstmalige Inkrafttreten am 29. Dezember 2015 stattfand.  Neben der sukzessiven Ablösung der papiergestützten Prozesse, regelt das eHealth Gesetz die Einführung digitaler Anwendungen und sorgt für eine permanente Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur (TI).   

          Zu diesen digitalen Anwendungen zählen beispielsweise die elektronische Patientenakte (ePA) und das eRezept. Anwendungen wie die Telemedizin werden gefördert und der Health Innovation Hub wurde als Förder- und Austauschplattform erstellt. Ebenso wurde die “Zukunftsregion Digitale Gesundheit” vom Bundesministerium eingerichtet, um den praktischen Einsatz der digitalen Lösungen zu erforschen. Im Innovationsforum “Digitale Gesundheit 2025” soll die Möglichkeit für den Austausch zu den neuen Anwendungen gegeben werden, um Klarheit über Herausforderungen und mögliche Probleme erlangen, aber auch, um Erfolge miteinander teilen zu können. Bei diesem Prozess werden sämtliche Akteure des Gesundheitswesens mit einbezogen: Krankenkassen, Ärzte, Vertretungen von Patienten, sowie aus Wirtschaft und Wissenschaft. 

          Zum E-Health-Gesetz gehören weiterhin verschiedene gesetzliche Maßnahmen, wie das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), sowie das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) und seit Juni 2021 auch das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). 

          Zur sinnvollen Nutzung digitaler, vernetzter Anwendungen ist auch eine stabile digitale Infrastruktur (TI) unabdinglich. Diese wird von der gematik verwaltet und soll Stück für Stück für eine flächendeckende Vernetzung im Gesundheitswesen sorgen. 


          eHealth-soll-dafuer-sorgen-dass-das-Gesundheitswesen-Stueck-fuer-Stueck-digitalisiert-wird

          Stück für Stück zum digitalisierten Gesundheitswesen

          Natürlich werden diese ganzen neuen Anwendungen, Lösungen und Gesetze nicht gleich von heute auf morgen eingeführt. Eine “Anwendung”, die seit 2015 zu dem Konstrukt zählt und mit der wahrscheinlich jeder schon mal in Kontakt gekommen ist, ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Diese wird beim Arztbesuch eingelesen und enthält die Versicherungsstamm- sowie die Verwaltungsdaten der Versicherten. Veränderungen in den Daten können beim Arztbesuch mit wenigen Klicks direkt übertragen werden, statt manuell eingetippt werden zu müssen. Ebenso können wichtige, notfallrelevante Gesundheitsdaten, sowie Kontaktdaten auf der eGK gespeichert werden, sodass der Arzt im Notfall darauf zugreifen kann. In der eGK kann zudem ein elektronischer Medikationsplan gespeichert werden, der den behandelnden Ambulanzärzten Aufschluss über die Medikamenteneinnahme des Patienten gibt.  

          Am 1. Juli 2021 wurde die elektronische Patientenakte (ePA) offiziell eingeführt - laut gematik sei die dafür benötigte Technik für die Praxen jedoch noch nicht gänzlich verfügbar. Um dem entgegenzuwirken, seien für zwei Konnektoren entsprechende Updates in Arbeit. 

          Die ePA ist in verschiedenen Abstufungen nutzbar, zu deren Bereitstellung die Krankenkassen verpflichtet sind. (mit KBV Artikel neu) 

          Neben Daten für Notfallbehandlungen und einem Medikationsplan, können Patienten auch eigene Daten in ihrer ePA anlegen, beispielsweise Dokumentationen ihrer Blutzuckerwerte. Auch die Einsicht in ihre ePA soll außerhalb von Arztpraxen, einfach via Smartphone, möglich sein, sodass Patienten fortan einen besseren Einblick in ihre Behandlungen und ihren Gesundheitszustand haben. 


          KI, Big Data & Co. - Technologie im Überblick


          Robotik in der Medizin ist längst keine Science Fiction mehr.
          Technologische Entwicklungen und Innovationen werden dazu beitragen, die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter voranzubringen und entsprechend mitzugestalten. Hier ein Überblick: 

          Telemedizin


          Dank des Einsatzes von Telemedizin können verschiedene Akteure des Gesundheitssystems digital interagieren. Vor allem die Versorgung in ländlichen Gebieten profitiert durch moderne Kommunikationslösungen enorm.  Allgemein stehen telemedizinische Lösungen zur Ergänzung der klassischen medizinischen Versorgung hoch im Kurs, wobei auf den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt nicht verzichtet werden will.  In manchen Situationen ist dies auch gar nicht möglich- obwohl die Anwendungsgebiete der Telemedizin breit gefächert sind und viele Bereiche abdecken.  

          Robotik



          Robotik in der Medizin? Was für viele Menschen noch nach einem Science-Fiction Film klingt, ist bereits Realität. Roboter im Gesundheitswesen, seien es OP-Roboter, Therapieroboter, oder Pflegeroboter, kommen immer mehr zum Einsatz, da diese unter anderem für eine spürbare Entlastung sorgen und zu einer hochwertigen Versorgung beitragen können. In der Zukunft werden wir durch den Einsatz robotischer Anwendungen enorm profitieren, indem wir dank Robotik auch dem demografischen Wandel und Fachkräftemangel entgegenwirken können 

          Künstliche Intelligenz


          Große Potenziale und damit auch ein einflussreicher Auftrieb wird der KünstlicheIntelligenz, kurz KI, zugeschrieben. Künstliche Intelligenz deckt bereits vielfältige Einsatzmöglichkeiten ab. Ob als Assistenzsystem, bei diversen Abläufen und allem voran bei der Analyse –beispielsweise von Gesundheitsdaten- unterstützen KI-Programme schon sehr zuverlässig. Auch in Zukunft wird die künstliche Intelligenz die allgemeine Gesundheitsversorgung maßgeblich mitbestimmen 

          Kuenstliche-Intelligenz-im-Gesundheitswesen-und-KI-in-Medizin-eroeffnet-viele-neue-Wege-der-Behandlungen-und-des-Zeitmanagements

          Big Data (Digital Twin)

          Dank der Digitalisierung werden immer mehr Daten erhoben. Diese steigende Datenmenge kann beispielsweise genutzt werden, um ein virtuelles Abbild eines Menschen zu erstellen (Digital Twin). So lassen sich beispielsweise Computersimulationen nutzen, um spezielle Auskünfte über mögliche Risiken oder gar angewandte Therapien zu erhalten - so basiert auch die personalisierte Medizin auf dem Big Data Management. Mit Sicherheit wird der digitale Zwilling die Forschung vorantreiben.  

          Chancen & Risiken der Digitalisierung im Gesundheitswesen

          Neue Technologien und Anwendungen bergen natürlich nicht nur Potenzial zu Verbesserungen, sondern auch Risiken. Im Rahmen der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist das wohl am häufigsten angeführte Risiko die Verletzung des Datenschutzes, bzw. der unsachgemäßUmgang mit sensiblen Patientendaten. Auch die Frage, was bei einem Datenverlust infolge technischen Versagens geschieht, ist nicht von der Hand zu weisen. Ein weiterer Kritikpunkt an digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen ist auch die Frage nach der allgemeinen Anwendbar- und Verfügbarkeit: gerade älteren Patienten könnte es schwerfallen, sich auf Anwendungen wie eine PatientenApp einzulassen. Den betreffenden Personengruppen sollten deswegen Möglichkeiten des Lernens gegeben werden, um Ihnen die mögliche Angst oder Skepsis vor den neuen Anwendungen zu nehmen. 

          Überblick: Vorteile & Nachteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen

          Nachfolgend werden wir Ihnen in Form einer Liste aufzeigen, welche Vor- und Nachteile die Digitalisierung im Gesundheitssektor bringt:

        Vorteile


        • Kurze Wege
        • Schneller Austausch
        • Entlastung des Gesundheitssystems
        • Erhöhte Sicherheit
        • Erleichterung des Praxisalltags
        • Interoperabilität
        • Sicherstellung qualitativ hochwertiger, flächendeckender medizinischer Versorgung
        • Nachteile


          • Teils hohe Kosten (Implementierung, Schulungen...)
          • Datenschutz
          • Zugänglichkeit & Anwendbarkeit für Randgruppen
          • Umsetzung zeitaufwendig und teilweise noch nicht ausgereift
          • Sanktionen bei Verweigerung

          Krankenhauszukunftsgesetz: Förderung der Digitalisierung der Krankenhäuser


          Fördermittel: Mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Milliarden Euro stellt der Bund und Länder ein Investitionsprogramm für Krankenhäuser zur Verfügung, welches die Digitalisierung der Krankenhäuser vorantreiben soll.  

          Die Projekte sollen dank dem Krankenhauszukunftsgesetz, kurz KHZG, im Bereich IT-Sicherheit, Notfallkapazitäten, sowie allgemeinen Fortschritten im Bereich Digitalisierung profitieren und hier aus dem Krankenhauszukunftsfond (KHZF) vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) schöpfen.  


          KHZG: FAQ, Beratung & Antrag



          In nur vier Schritten findet der Prozess der Antragstellung statt. Wie Sie zum erfolgreichen Förderantrag kommen? Für häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um das Thema Krankenhauszukunftsgesetz möchten wir Ihnen gern persönlich zur Seite stehen und mit Ihnen den Zuschuss zur Digitalisierung für Ihr Unternehmen prüfen. Greifen Sie auf unser Know-how zurück. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf, sodass wir schnellstmöglich Ihre Fragen klären und den KHZG Antrag mit Ihnen erfolgreich stellen können 

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