Sektorenübergreifende Versorgung · § 115g SGB V
Ob Ihr Krankenhausstandort zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV) wird, Ihr MVZ zum Primärversorgungszentrum wächst oder Ihre Region ein Versorgungsnetzwerk aufbaut: principa verbindet KIS und MVZ in einer browserbasierten Plattform. Eine Akte, alle Sektoren, keine Systemgrenze.
Online-Seminar · 10.11.2026 · 11:00 bis 12:00 Uhr
In 60 Minuten: Rahmen und Fahrplan der süV, typische digitale Hürden vom Bescheid zum Betrieb, ein Patientenweg von der stationären Aufnahme bis zur ambulanten Nachsorge und Fördermöglichkeiten über den Transformationsfonds. Kostenfrei, per Microsoft Teams. Programm und Details zum Online-Seminar
Kurz erklärt
Eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) ist ein Krankenhausstandort nach § 115g SGB V, der wohnortnah stationäre Basisversorgung mit ambulanten und pflegerischen Leistungen verbindet. Eingeführt wurde sie mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Das Land bestimmt per Bescheid, welche Standorte süV werden.
Im Reformkonzept hießen diese Häuser „Level 1i“. Stationär stehen weniger komplexe internistische und geriatrische Behandlungen im Fokus, die Vergütung nach der neuen Vereinbarung gilt ab dem 1. Januar 2027.
Regulatorischer Fahrplan
Die süV ist regulatorisch deutlich weiter als das Primärversorgungssystem. Für Träger heißt das: süV-Projekte lassen sich jetzt konkret planen, PVZ-Strukturen sollten flexibel vorbereitet werden.
Dezember 2024
Rechtsrahmen für süV nach § 115g SGB V
März 2026
Stationäres Spektrum: internistisch und geriatrisch
Juli 2026
E-Überweisung, digitale Terminvermittlung und Ersteinschätzung
August 2026
GKV-Spitzenverband, DKG und PKV einigen sich
1. Januar 2027
Einführungsphase bis Ende 2029
2028 (geplant)
Referentenentwurf angekündigt, Details offen
Quellen: GKV-Spitzenverband und DKG zu § 115g SGB V, BMG-Pressemitteilung zum GeDIG vom 15.07.2026, Deutsches Ärzteblatt vom 10.09.2026 zum Primärversorgungssystem.
Transformationspfade
Die Reform verändert Versorgung von zwei Seiten gleichzeitig: Krankenhausstandorte werden zu sektorenübergreifenden Basisversorgern, ambulante Strukturen zu koordinierter Primärversorgung. principa begleitet beide Richtungen auf demselben Plattformkern.
Kleines Krankenhaus →
Der Standort bleibt, das Leistungsprofil ändert sich: weniger vollstationär, mehr ambulant, pflegerisch und telemedizinisch.
principa.KIS + principa.MVZ
Krankenhaus mit MVZ →
Klinik, MVZ, Tagesklinik und Praxisklinik arbeiten nicht mehr nebeneinander, sondern in einem gemeinsamen Patientenverlauf.
principa Plattform
Praxis oder MVZ →
Vom ärztlichen Einzelbetrieb zum multiprofessionellen Team mit strukturiertem Zugang, Delegation und Case Management.
Gesetz in Vorbereitung
Träger oder Region →
PVZ, süV, Schwerpunktklinik, Pflege und häusliche Versorgung als ein Netzwerk mit sauber geregelten Übergängen.
Plattform + Portale
Ausgangslage
Eine süV ist weder reine ambulante Einrichtung noch verkleinertes Vollkrankenhaus. Wer beide Welten mit getrennten Systemen betreibt, zahlt dafür jeden Tag in Dokumentation, Abrechnung und Personal.
Zwei Akten für dieselben Patienten, doppelte Stammdaten und ein Medienbruch bei jedem Wechsel zwischen ambulant und stationär.
Stationäre Pauschalen und vertragsärztliche Abrechnung parallel. Ohne integrierte Logik entstehen manuelle Übertragungen und Erlösverluste.
Kleine Standorte können sich die Pflege zweier Systeme nicht leisten. Jede Schnittstelle, jede Schulung und jedes Update zählt doppelt.
Digitales Betriebsmodell der süV
In einer süV entscheidet der Bedarf, ob ambulant, tagesstationär, stationär, pflegerisch oder telemedizinisch versorgt wird. Der stationäre Fall bleibt klinisch und abrechnungstechnisch wichtig, wird aber zu einem Abschnitt der gesamten Patient Journey.
01
Strukturierte Aufnahme und Ersteinschätzung
Assessment
02
Ambulant, tagesstationär, stationär oder pflegerisch
Setting Selection
03
Termine, Betten, Diagnostik, Teams und Geräte
Capacity Management
04
Dokumentation, Medikation, Diagnostik, Abrechnung
Clinical Workflow
05
Überweisung, Verlegung, Entlassung mit Frist und Verantwortung
Transition
06
Care Plan, Monitoring und Rücküberleitung
Care Plan
Heute im Einsatz: KIS und MVZ auf einer Plattform mit gemeinsamer Akte, Terminen, Dokumentation und Abrechnung. Assessment, Setting Selection, Capacity Management und die übergreifende Care Orchestration baut principa bis 2027 als Plattformschicht aus. Den aktuellen Stand zeigen wir Ihnen in der Live-Demo.
Eine Plattform statt zwei Systeme
Für die süV müssen stationäre und ambulante Prozesse nicht über zwei getrennte Produktwelten zusammengeführt werden. KIS- und MVZ-Funktionalität liegen bei principa bereits auf demselben Kern.
Zugang
Hausarzt, PVZ, 116117, Patient, Einweiser
Versorgungsmodelle
Klinik · MVZ · SPZ · süV · PVZ
Care Orchestration
Bedarf · Steering · Setting · Care Plan · Kapazität
Settings
ambulant · stationär · tagesstationär · häuslich · telemedizinisch
Clinical Workflow
Dokumentation · Medikation · Diagnostik · Termine · Abrechnung
Operational CDR
longitudinale Daten · Reporting
Interoperabilität
FHIR · IHE · HL7 v2 · DICOM · ePA/TI
Operational CDR
operativer klinischer Kontext über alle Settings
Patient
Episode
Kontakt
Befund
Medikation
Leistung
Care Plan
Aufgabe
Provenance
Operational CDR
Das Operational Clinical Data Repository (CDR) führt den operativen klinischen Kontext zusammen. Für die süV verbindet es ambulante und stationäre Episoden, für Primärversorgung den langfristigen Verlauf.
Primärversorgungszentren
Primärversorgungszentren sind derzeit keine einheitliche bundesrechtliche Organisationsform. Das Primärversorgungssystem ist in Vorbereitung, Modelle in den Ländern und aus der Hausärzteschaft existieren bereits. Sie teilen wiederkehrende Merkmale: multiprofessionelle Teams, Delegation, Case Management und ein gesteuerter Patientenzugang.
| Modell | Ausgangspunkt | Was die Software können muss |
|---|---|---|
| PVZ Baden-Württemberg | Regionale ambulante Versorgung | Case Management, multiprofessionelle Zusammenarbeit |
| HÄPPI | Hausarztpraxis | Delegation, Patientensteuerung, hybride Versorgung |
| PORT | Patientenorientiertes Referenzmodell | Primär- und Langzeitversorgung |
| Regionale Modelle | Praxis- und Netzwerkstrukturen | Care und Case Management, Telemedizin |
Anliegen strukturiert aufnehmen und den Bedarf einschätzen, bevor ein Termin vergeben wird.
Den Patienten der passenden Profession oder Versorgungsebene zuordnen.
Rollen, Qualifikationen und Delegationsregeln für MFA, VERAH, NäPA und Physician Assistants.
Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten für chronische und komplexe Verläufe.
Longitudinale Versorgung ist bei principa gelebte Praxis: Aus Sozialpädiatrischen Zentren kennt principa multiprofessionelle Zusammenarbeit, Therapieplanung und langjährige Verläufe. Genau diese Fähigkeiten braucht ein Primärversorgungszentrum. Zur SPZ-Software
Regionale Versorgungsnetzwerke
Das regionale Zielbild ist kein einzelnes Gebäude und keine einzelne Rechtsform, sondern ein Netzwerk. Das PVZ organisiert Zugang und langfristige Koordination, die süV die wohnortnahe ambulant-stationäre Basisversorgung, komplexe Fälle gehen in die Schwerpunktklinik und kommen geordnet zurück.
Zugang · Bedarf · Steuerung
Überweisung →
← Rücküberleitung
ambulant · stationär · Pflege
Verlegung →
← Rückverlegung
komplexe Versorgung
principa Care Orchestration
Journey · Care Plan · Aufgaben · Kapazität · Übergänge · Monitoring
horizontal: SPZ · Pflege · Therapie · Diagnostik · Telemedizin · häusliche Versorgung
Transformationsfonds
Die Umstrukturierung eines Krankenhausstandorts zur süV ist ein eigener Fördertatbestand des Transformationsfonds. Nicht Software an sich ist pauschal förderfähig. Erforderliche IT-Systeme können aber Bestandteil eines förderfähigen Transformationsvorhabens sein, wenn die Voraussetzungen des konkreten Projekts erfüllt sind und die Kosten anerkannt werden.
Was wir gemeinsam vorbereiten
Umsetzung
1
Welche Leistungsgruppen bleiben, welcher regionale Bedarf besteht, welche Partner gibt es?
2
Aufnahme, Behandlung, Übergang und Abrechnung sektorenübergreifend gestalten.
3
Systemauswahl, Migrationsplan und Schnittstellen zu Partnern und TI.
4
Stufenweiser Start mit Schulung und messbaren Kennzahlen.
FAQ
Eine süV ist ein Krankenhausstandort nach § 115g SGB V, der wohnortnah stationäre Basisversorgung mit ambulanten und pflegerischen Leistungen verbindet. Sie wurde mit dem KHVVG eingeführt und soll vor allem in ländlichen Regionen die Grundversorgung sichern.
§ 115g SGB V ist die Rechtsgrundlage der süV und wurde mit dem KHVVG eingeführt. Ein als süV bestimmter Krankenhausstandort kann danach stationäre Leistungen vor allem der Inneren Medizin und Geriatrie erbringen, dazu ambulante Leistungen auf Basis einer Ermächtigung, ambulante Operationen nach § 115b SGB V, Übergangspflege nach § 39e und Kurzzeitpflege nach § 39c SGB V. Zusätzlich ist Kurz- und Tagespflege nach SGB XI in einer eigenen Pflegeabteilung möglich. Welche stationären Leistungen konkret dazugehören, haben DKG und GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der PKV vereinbart.
Level 1i war im Konzept zur Krankenhausreform die Bezeichnung für integrierte ambulant-stationäre Grundversorger. Im Gesetz heißen diese Standorte sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen (süV).
Stationär stehen laut Leistungskatalog vor allem weniger komplexe internistische und geriatrische Behandlungen im Fokus. Dazu kommen ambulante Leistungen sowie pflegerische Angebote wie Übergangs- und Kurzzeitpflege.
Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde bestimmt, welche Krankenhausstandorte als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung geführt werden. Grundlage ist die Krankenhausplanung des Landes.
GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft und PKV-Verband haben sich im August 2026 auf eine Vergütungsvereinbarung für stationäre süV-Leistungen geeinigt. Sie gilt ab dem 1. Januar 2027 für eine Einführungsphase bis Ende 2029.
Hybrid-DRGs nach § 115f SGB V sind eine sektorengleiche Vergütung für bestimmte Eingriffe, unabhängig davon, ob sie ambulant im Krankenhaus oder in der Praxis erbracht werden. Die süV nach § 115g SGB V ist dagegen ein eigener Einrichtungstyp mit eigenem Versorgungsauftrag.
Ein Primärversorgungszentrum (PVZ) bündelt hausärztliche Versorgung mit weiteren Professionen, Delegation und Case Management. Eine einheitliche bundesrechtliche Form gibt es noch nicht. Das Primärversorgungssystem ist in Vorbereitung, Modelle wie in Baden-Württemberg oder HÄPPI existieren bereits.
Ein Operational Clinical Data Repository ist der operative klinische Datenkern einer Plattform. Er führt Patient, Episode, Befund, Medikation, Leistung und Care Plan über alle Versorgungssettings strukturiert zusammen und bildet die Basis für Übergänge, Auswertungen und KI.
Nicht pauschal. Die Umstrukturierung zur süV ist ein Fördertatbestand des Transformationsfonds. Erforderliche IT kann Bestandteil eines förderfähigen Vorhabens sein, maßgeblich sind die Voraussetzungen des Projekts und der Förderbescheid.
Sie braucht vor allem ein System, das stationäre und ambulante Prozesse gemeinsam abbildet. Mit principa liegen KIS- und MVZ-Funktionen auf derselben Plattform, sodass keine zwei Produktwelten verbunden werden müssen. Mehr zu principa.KIS
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In einem 30-minütigen Gespräch klären wir, welche Versorgungsform zu Ihrem Standort passt und wie principa KIS und MVZ auf einer Plattform zusammenführt.
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